Origami inspirierte Tensegrity-Konstruktion

In der Kunst des Papierfaltens (Origami) zählen die Bergfaltung und die Talfaltung zu den grundlegenden Falttechniken. Sie bieten über die Definition der Symmetrieachse und der Größe des Winkels der V-Falten Variationsmöglichkeiten. V-Faltenbögen liefern flexible Konstrukte, die sich flach zusammenschieben lassen.

In dieser Arbeit wurde anhand der 30°-V-Faltung die kinematische Kette betrachtet und mathematisch beschrieben. Dabei wurde eine faltbare Struktur geschaffen, die als leichten Unterstand Anwendung finden kann.

In einem Modell wurde versucht aus Nylon und Bambusstäben die Flächen der Origamifaltung nachzubauen. Dabei konnte ein strukturverstärktes Textil entwickelt werden, das die Längsfalten in Form von Stäben enthält, die schrägen Kanten entfallen. Anfänglich wurden die Stäbe geklebt, in Hinblick auf eine industrielle Fertigung bieten sich Taschen an, welche die Stäbe aufnehmen.

Bei der Umsetzung der hexagonalen Faltung als Textil-Holz-Modell zeigte sich, dass sich die Längen der Falten je nach Streckung des Modells verkürzen bzw. verlängern. Dies konnte mathematisch bewiesen und eine Formel abgeleitet werden, die in Hinblick auf die Fertigung als Produkt herangezogen werden kann.