Kooperationsprojekt mit dem Österreichischen Weltraum Forum (ÖWF)
Studentisches Projekt, Kunstuniversität Linz, Industrial Design Linz
Im Rahmen der „AMADEE-18“-Mission, einer simulierten Mars-Expedition des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) in der Wüste Omans, wurde ein zentrales logistisches Problem bei Außeneinsätzen (EVA – Extravehicular Activities) identifiziert: Der zeitaufwändige und umständliche Transport sowie die Montage unterschiedlichster Ausrüstungsgegenstände auf handelsüblichen All-Terrain Vehicles (ATV). Die vorhandenen Transportsysteme schränkten nicht nur die Sicht der Fahrer:innen ein, sondern waren auch wenig flexibel gegenüber den variierenden Formen und Größen der mitgeführten Ausrüstung – etwa Schutzkoffer, Messgeräte, Stative oder tragbare Rover.
Aus diesem Bedarf heraus entstand das Konzept des modularen Befestigungssystems Trizero: ein universell einsetzbares Verbindungselement zur sicheren, schnellen und ergonomischen Montage von Ausrüstungsgegenständen an standardisierte Rohrrahmen.
Im Zentrum des Systems steht ein verriegelnder Kernelement-Mechanismus mit austauschbarem, handschuhkompatiblem Griff – optimiert für die Interaktion mit Raumanzug-Handschuhen. Das 6×6 Zoll große Kernelement verfügt über eine mechanische, ausfallsichere Verriegelung, die mit einem einzigen Handgriff geöffnet werden kann und sich beim Einrasten automatisch wieder in den gesicherten Zustand versetzt. Diese immanente Sicherung gewährleistet, dass die Verbindung stets verriegelt ist – außer sie wird aktiv von der Astronaut:in geöffnet.
Sowohl das Kernelement als auch die zugehörige Gegenplatte bieten diverse Montagemöglichkeiten, sodass sie unabhängig von Form und Größe flexibel an Fahrzeugrahmen oder Transportobjekten angebracht werden können. Für unterschiedliche Einsatzbedingungen stehen entsprechend angepasste Griffvarianten zur Verfügung.
Ergänzt wird das System durch einen erweiterten Seiten- und Heckrahmen für das ATV, der die Gesamthöhe – insbesondere im Sichtbereich – reduziert und gleichzeitig den Stauraum vergrößert.
Zur Funktionsprüfung wurde ein Prototyp aus mehrlagigem Holz gefertigt.
Für die seriennahe Umsetzung ist eine Metallfertigung vorgesehen – zusätzlich wurde die Möglichkeit eines 3D-Drucks vor Ort als alternative Herstellungsmethode mitgedacht, um Einsatzflexibilität unter extremen Bedingungen zu gewährleisten.








